Blutegelbehandlung

Das Ansetzen von Blutegeln zählt zu den Ausleitungsverfahren. Eine Behandlung mit Blutegeln hat im Wesentlichen folgende Wirkungen:

  • blutverdünnend
  • entzündungshemmend
  • entstauend
  • Lymphstrom beschleunigend
  • Schmerzstillend
  • gerinnungshemmend


Der Blutegel saugt bis er sich sattgesaugt hat über einen Zeitraum von 10 Minuten bis zu 1,5 Stunden. Dabei saugt er Blut aus dem Körper des Patienten und gibt zugleich über seinen Speichel zahlreiche Enzyme und Substanzen ab. Diese Enzyme und Substanzen, die bekannteste ist das Hirudin, wirken blutverdünnend, gerinnungs- und entzündungshemmend. Im Anschluss an die Behandlung bluten die Bissstellen noch bis zu 24 Stunden nach. 
Die dreizackigen Bissstellen können kleine Narben hinterlassen.

Hauptanwendungsgebiete sind:

  • Entzündungen
  • Arthrose
  • Epicondylitis humeri (Tennisellenbogen)
  • Achillodynie
  • Bluterguss
  • Schwellungen durch Bänderverletzungen
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Mittelohrentzündung
  • Venenentzündung
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Krampfadern
  • Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür)


Am Anfang sind die Blutegel klein. Sie saugen sich durch einen Biss in der Haut fest. ...

... Man kann zusehen, wie sich die Egel vollsaugen und größer werden ...

... Auch die Saugbewegungen lassen sich deutlich beobachten ...

... Nach ungefähr 40-50 Minuten sind die Blutegel um ein Vielfaches gewachsen und sondern ein Sekrekt ab ...

... Ein Egel hat bereits losgelassen und man kann deutlich den "Merzedesstern"-ähnlichen Biss sehen. Die Wunde wird noch einige Zeit nachbluten.