Eigenbluttherapie

Die Eigenbluttherapie ist eine Reiz-Reaktionstherapie im Sinne einer unspezifischen Umstimmungstherapie. 
Aus einer Vene, meist in der Ellenbeuge, wird Blut entnommen und dann sofort oder nach Zugabe von individuell bestimmten Wirkstoffen (z.B. homöopathische Zusätze) in einen Muskel zurückinjiziert. 
Die Injektionen erfolgen im allgemeinen 1-3 mal wöchentlich über einen Zeitraum von 6-10 Wochen oder in zeitlich größer werdenden Behandlungsintervallen. Nach einer Pause kann eine weitere Injektionsserie folgen. 

Das intramuskulär injizierte Eigenblut enthält Informationen, die dem Körper an einem Ort präsentiert werden, an dem dieser sich normalerweise nicht mit derartigen Informationen auseinandersetzen muss. Durch die zerfallenden Blutbestandteile werden Eiweißstoffe frei, die eine Immunantwort anregen. Die in Gang gesetzten immunologischen Vorgänge können durch einen Anstieg der Leukozytenzahl sowie durch eine vermehrte Antikörperbildung belegt werden. Der Reiz kann in einigen Fällen zu einer so genannten Erstverschlimmerung führen, die dann aber rasch abklingt und in das Gegenteil, eine Verbesserung des Zustandes, umschlägt. Diese Erstverschlimmerung wird oft so interpretiert, dass sie eine chronische, nicht ausreichend durch das Immunsystem bekämpfte Krankheit in eine akute Krankheit überführt. Die gesteigerte Abwehr kann dann zur Abheilung eines chronischen Prozesses im Körper führen oder dem Körper gleichsam aufzeigen, dass eine Abwehrreaktion z.B. auf Gräserpollen oder Katzenhaare im Sinne einer Allergie unsinnig ist.

Eigenblut kann alternativ zur intramuskulären Reinjektion auch homöopathisch aufbereitet und oral eingenommen werden. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Kinder und für Patienten mit einer Spritzenphobie.    

Indikationen für eine Eigenblutbehandlung sind:

  • Allgemeine Infektanfälligkeit 
  • Rekonvaleszenz  
  • Migräne  
  • Allergien  
  • Akute virale und bakterielle Infektionen 
  • Chronische Krankheitsprozesse wie z.B. chronische Entzündungen der Atemwege, des Urogenitaltraktes, der Atemwege und der Gallenwege
  • Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Diabetes mellitus, arterielle Durchblutungsstörungen, Leberkrankheiten und Hautprobleme